Die DDR


war trist. Wenn man den Polizeiruf sieht, dann sieht man die Tristesse.

Mein Vater sagt ja immer „Mir gings in der DDR gut und mir geht es heute gut, aber die DDR war besser.“ Aus seiner Perspektive ist das richtig. Er hat seinen Job gemacht und abends mit Freunden ein Bier getrunken. Oder den Acker oder die Schweine gemacht.

Und scheinbar war alles einfacher. Aber ich war ein Kind und für mich war das Ganze sehr verwirrend. Meine Oma und meine Mutter haben mir das mit Jesus und Gott erklärt und das mit der Bibel. Dann haben sie mich mit zu den Adventisten genommen. Die Predigt fand ich höchst langweilig und als ich dann auf die Kirchenstühle gespuckt habe da ging die Hölle los. Damit konnte ich wirklich nicht rechnen.

Und bei den Kindern bin ich auch relativ schnell rausgeflogen. Trotzdem habe ich später bei denen Diakon gelernt. Ich hab halt ne masochistische Neigung.

Dann in der Schule wurde es auch nicht einfacher. Meine Lehrerin überzeugte mich vom Sozialismus. Dös hat sie aber bei allen gemacht. Die wollte mich dann aus ihrer Klasse haben und hat meine Intelligenz überprüfen lassen. Aber das ging schief. Das Gegenteil von dem was sie wollte kam herraus. Aber was da abgelaufen ist habe ich damals nicht verstanden. Ich wurde sogar Agitator um mich einzuschleimen und eine Bedeutung zu bekommen. Aber ich wurde trotzdem regelmässig verprügelt.

Ich wollte gern stark sein und es gibt nichts stärkeres als in einer Armee zu sein. Panzer zu fahren, zu ballern. Macht über Leben und Tod zu haben aber keiner kann einen dran kriegen. Also hab ich mich sogar zur Armee verpflichtet.

In der GST hab ich dann Motorad fahren gelernt, schiessen und im Lager Nachts auf Wache gestanden. Irgend wo hier, in der Nähe des Soldatensenders muss der Feind sein. Aber es war nachts eher schweinedunkel. Da hat man nicht viel gesehen. Und der Feind hat sich auch nicht richtig für uns interessiert.

Aber die grösste Entäuschung war der Besuch in der Kaserne. So viele verzweifelte Augen von Soldaten. Das Essen war grauenhaft und in die 4-lings Flak haben sie mich nicht rein gelassen. Geheimhaltung. Ich habe ein Foto von Barak Friedman vor einer Flak mit seinen israelischen Kumpels. Die Israelis sind einfach coll.

Aber ich durfte in den Panzer.

In der Lehrzeit bin ich dann nachts in die Fabrik und nachts wieder raus. Das soll jetzt mein Leben sein? Oder mich von schlecht gelaunten Soldaten verprügeln lassen?

Das ich nicht mehr in die Armee wollte haben die gesellschaftlichen Organe nicht akzeptiert und gemeint das die Wiederholung die Mutter der Weisheit ist. Ich habe die gleiche Strategie angewendet. Aber ich bin davon ausgegangen das sie letztendlich stärker sein werden. Also hab ich versucht in den Westen abzuhauen.

Im Knast habe ich dann ein Erlebnis gehabt aus dem ich geschlossen habe das es Gott geben würde. Obwohl eigentlich nicht viel passiert ist. Aber ich habe mich in meinem Leben so oft geirrt das das auch egal ist.

Aber das meine Tochter mich nicht sehen will, dass kann ich nicht vergeben. Ich werde wieder in die Matrix gehen und Leute abmurksen. Sie haben es alle verdient. „Jerusalem is mine, Haifa also, and Gaza. And Bagdad and Berlin. Und Barak, ich habe schon mit einer kleinen Pistole Männer getötet die weit aus mehr wert waren. Lo ruchama.

Und um Michell kümmere ich mich, wenn ich dich getötet habe.

Dös war nur n Witz. Ich mag den Kerl.

Aber die Welt geht trotzdem unter. Macht Euch keine Hoffnung und lernt schwimmen.

Holger Rösler

PS: In der Telefonnummer meines Vaters kommt die 666 vor. Aber ich glaube nicht, das das was zu bedeuten hat. Tot der GEZ. Wenn sie an Eurer Tür klingeln dann macht ihr nett die Tür auf und fragt sie was sie wollen. Dann sagt ihr „Meine Meinung zur GEZ ist folgende…“ Greift zur sg und schiesst den Kerl ins Gesicht. Aber danach solltet ihr sehr schnell verschwinden. Und lasst Claymores da.

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2 Antworten to “Die DDR”

  1. Lisa Says:

    Dem GEZ-Teil stimme ich vollkommen zu. Hab ich auch erst vor’n paar Tagen fertig bringen müssen. Nur dass ich denen nicht die Tür vor der Nase zuschlagen musste, sonder mir selbst. Vor Dummheit.

  2. sayadin Says:

    Na wenn sie wiederkommen lädst Du sie zu Dir ein, hast ein paar junge Kurden da die Geschichten aus der Heimat erzählen, aus welcher auch immer. U

    nd ich hoffe Du hast kein Problem wenn die Jungs haschisch rauchen. Und lass sie kurdische Liebeslieder singen. Das klingt nicht selten wie Katze mit aufgehängtem Schwanz. Und lass kurdische Filme auf dem Fernsehen laufen. Das iranische, afghanische und pakistanische Fernsehen ist sehr gewalttätig, da wird gern auch gefoltert.

    Und Du sagst ihnen, das Du bereit bist Deine Gebühr zu zahlen, aber nur wenn sie sie persönlich abholen. Immer wenn sie in Deiner Nähe sind.

    Und wenn es gar nicht geht, dann gibst Du sie ihnen als Sack Centstücke und verlangst das sie nachzählen.

    Krieg ist die Hölle

    und spanksen ein Idiot.

    Also mir wäre es die Gebühr wert.

    So sollten alle ihre Steuern zahlen, in Centstücken, oder Parkgebühren oder was Frau Merkel sonst noch so einfällt.

    Die hatte ich übrigens gebeten dieses blöde Flaschenpfand abzuschaffen, allein um die Aldiverkäuferinnen zu entlasten. Aber Frau Merkel sind die Aldiverkäuferinnen egal.

    Die ist wirklich bescheuert.

    „ich bin eine grosse politikerin und gehe in die geschichte ein“ blablabla…

    Wir werden von Eierlosen regiert.

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