Erdbeben in Haiti


Es gibt Länder in denen viele böse Menschen leben. Haiti ist eins davon. Da ist einer der Teufel des anderen und keiner gönnt dem Nachbarn Glück. Und dann sind die Leute auch noch tief religiös, ob katholisch oder voodoo oder beides.

Mir kommt das Land vor wie ein grosser Schulhof mit den Regeln des Schulhofes.

Aber vielleicht hat das Erdbeben das böse Blut vernichtet und das Land fängt ein neues Kapitel an…. wer weis.

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13 Antworten to “Erdbeben in Haiti”

  1. philgeland Says:

    Das erinnert mich an den Kommentar des christlich-fundamentalistischen Predigers Pat Robertson, der doch tatsächlich behauptete, die Haitianer seien selbst Schuld, dass sie ein Erdbeben heimgesucht habe. Sie hätten nämlich vor über 200 Jahren einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, als sie sich gegen die französichen Kolonialherren auflehnten und ihre Unabhängigkeit erklärten.

  2. sayadin Says:

    Na ja, soviel ich weis ist der Robertson ein Idiot. Und wenn es danach geht müsste die USA noch weit schlimmeres treffen, denn sie haben ihre Kolonialherren mit Gewalt vertrieben und sind darauf (ich meine zu recht) stolz.

    Aber die Haitianische Gesellschaft ist sehr religiös und sehr gewalttätig. Sonst wären Marines nicht notwendig.
    Und es war ein vergessenes Land.
    Durch die Katastrophe ist das Land erst überhaupt in den Fokus der Welt geraten.
    Ich wünsche dem Land wirklich einen Neuanfang.

  3. philgeland Says:

    Die Marines wären schon gar nicht notwendig, wenn man dem Land schon vor Jahren mehr „Beachtung“ geschenkt hätte.
    Ist ein Protektorat die richtige Lösung?

  4. sayadin Says:

    Solche Länder kommen mir vor wie Kinder und Kinder können brutal sein. Protektorat hört sich von oben an. Ich finde Partnerschaft besser. Wenn man Strukturen schafft und den Haitianern bei bringt wie man mit diesen Strukturen umgeht, das würde ich als Lösung sehen. Und so wie es aussieht entwickelt sich das jetzt auch.

    Was besonders gut ist an dieser Katastrophe ist, das sogar die Dominikaner ihre Verachtung gegen Hilfsbereitschaft eingetauscht haben. So gesehen ist das Erdbeben das Beste was den Haitianern passieren konnte.

    Was mich wundert ist, das die Elendsvirtel so gut wie gar nicht beschädigt wurden. Die Gebäude der Führung haben versagt. Vielleicht werden die neuen Häuser besser.

  5. philgeland Says:

    Wenn nur ein Erdbeben dazu in der Lage ist, die Aufmerksamkeit der „internationalen Gemeinschaft“ ernsthaft zu wecken, dann sei die Frage erlaubt, wie es denn um selbige bestellt sein mag.

  6. sayadin Says:

    Und warum gibt es nicht viel mehr davon. Aber das war schon immer so, siehe Sodom und Gomorra. Bei den Chinesen bedeutet Erdbeben der Verlust eines Mandats und die Haitianer haben ein Mandat verloren und die Welt hat es bekommen.

  7. philgeland Says:

    Apropos: „Es gibt viele Länder, in denen böse Menschen leben“.
    Klingt ein wenig nach den Gebrüdern Grimm, oder?

  8. sayadin Says:

    In der Nähe von Achen gibt es einen Wald. Das Gelände war schwierig und die Bäume sehr dicht. Ein amerikanischer Offizier berichtete „Wir erobern jeden Tag drei Bäume und jeder Baum kostet uns hundert Mann“ und dann zitierte er Hänsel und Gretel.
    Gibts was besseres als die beiden?

  9. philgeland Says:

    Auch ein amerikanischer Offizier muss sich schliesslich bei Laune halten.
    Und damals gab’s noch keine Walkmen, Ipods, Handys …
    Ganz abgesehen davon, dass der Missbrauch von Amphetaminen in der Army noch nicht in Mode war …

  10. sayadin Says:

    Nein, das war ganz was anderes. Traumatische Erlebnisse wie Erdbeben oder Krieg verändern die Menschen, schweissen sie zusammen oder machen sie zu Monstern. Aber bei einem Erdbeben ist kein Mensch schuld.
    Wenn man aber einen Menschen erschiesst und sieht in seinen Augen den Schmerz und hört seinen Todeskampf, dann muss mit der Erinnerung leben „Das war ich.“ Und das jeden Tag.

    Es ist etwas was wir nicht nachvollziehen können.

    Aber es gibt Schlachten, dieser Wald bei Achen, der Wald bei Halbe, Stalingrad, die gehen über das hinaus. Auch die Männer die als Gefangene an den Gasöfen gearbeitet haben.
    Ich habe dafür keine Worte.

    Es gibt einen Film, „Grauzone“, den solltest Du Dir anschauen, dann weist Du was ich meine.
    Es ist der Blick in die Hölle.

  11. philgeland Says:

    Die Hölle ist eine Erfindung des Menschen:
    Auschwitz,
    Dresden,
    Hiroshima,
    Vietnam,
    9/11
    Selbstmordattentäter …

  12. philgeland Says:

    Angst
    Bomben
    Eitelkeit
    Folter
    Fundamentalismus
    Gier
    Grössenwahn
    Hetze
    Inquisition
    Neid
    Qual
    Rache
    Todesstrafe
    Üble Nachrede
    Unzucht
    Vergewaltigung
    Verwüstung
    Zerstörung

  13. sayadin Says:

    Mitgefühl,
    zusammenstehen,
    Dankbarkeit,
    Freundschaft,
    der Himmel auch.
    Wir entscheiden doch, ob die Welt hier ein Himmel oder eine Hölle ist.
    Aussnahmen (Erdbeben, Zunamis, Meteoriteneinschläge abgesehen)

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