Heute Nacht 37


Ich war mit meiner Ex- Frau und meinen Kindern auf dem Weg in einen Supermarkt. Ich hab mich schon gewundert, weil wir ja getrennt leben und ich meine Kinder seit Jahren nicht gesehen habe, das sie mir vertraut und wir gemeinsam einkaufen. Die Kinder waren dann plötzlich verschwunden und kurz vor der Kasse war sie auch plötzlich weg.

Der Laden war auf einmal eine DDR Kaufhalle und im Korb lag nur pappiger Salat. Ich fragte einen Angestellten ob ich nun den Einkauf bezahlen soll oder meine Ex-Frau ihn schon bezahlt hat. Er antwortete „Wir müssen noch auf einer anderen Hochzeit tanzen.“ Das hat mich total verwirrt, weil ich nun immer noch nicht wusste, ob ich bezahlen soll oder nicht.

Dann war ich vor der Kaufhalle und der Angestellte wies mich auf eine Frau hin und meinte ehrfurchtsvoll „Die Ärztin war in Afghanistan.“ Sie war da so was wie deutschsovietischefreundschaftsaufbauhelferin. Ich meinte zu ihm, das es bescheutert sei, nach Afghanistan zu gehen, weil das Land viel zu gefährlich sei. Aber wenn man jung ist, dann ist es egal, wo man begraben wird.

Dann schaute ich die Plattenbauten an und begriff, das ich zwar jetzt mit meiner Ex-Frau zusammenlebte, aber sie mit allen Trix dafür gesorgt hatte, das ich meine Kinder trotzdem nicht sehen kann. Und das ich das nicht kann, dafür hat sie sich den Arsch aufgerissen. Sie hat extra jemand besorgt, der auf die Kinder aufpasst, wenn sie arbeiten muss.

Na ja, die Ärztin ist wohl ein Symbol für die Träume meiner Ex-Frau. Sie wäre sicher auch jemand Bedeutendes geworden. Und nun ist das Einzige, was sie in ihrem Leben geleistet hat, mir die Kinder weg zu nehmen. Das ist eigentlich trostlos, so wie dieser Traum.

Und im nächsten Leben werde ich wohl ihr die Kinder wegnehmen, weil ich einen Hass gegen sie spühren werde, den ich mir nicht erklären kann. So ist das mit dem Karma. Insgesamt ist ein ein ziemliche bescheuertes System.

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4 Antworten to “Heute Nacht 37”

  1. CrippLeD SaM Says:

    So ist das mit dem Karma…..wenn man es nicht durchbricht, und zu hassen AUFHÖRT, dann wird man wiedergeboren, und wiedergeboren, usw, usf.

    Wenn man aufhört, wird man erlöst, es gibt kein nächstes Leben.

    Aber: Zu hassen aufhören ist schwer…..sehr schwer.

    MFGCS

  2. sayadin Says:

    Ach ich hasse sie nicht. Sie ist mir gleichgültig. Ich nehme eher meinen Kindern übel, das sie nicht versuchen mit mir einen Draht zu finden. Wenn meine Mutter mir verboten hätte meinen Vater zu treffen dann hätte ich drauf geschissen und es grade gemacht. Aber so wie ich die Sache sehe sind meine Kinder feige.

  3. CrippLeD SaM Says:

    Freiheit? Die gibt’s erst ab 18….zumindest war’s bei mir so. Vorher ist man fremdbestimmt, meistens von Muttern.

    Sind deine Kinder schon 18? Nein? Wart ab…..kommt noch!

    Sich gegen eine Mutter durchzusetzten ist schwerer, als Karma abzulegen.

    Der Buddha war auch bis zu seinem 30’er im Goldenen Käfig des Vaters! Gott sei Dank war’s der Vater, wenn’s nach Buddhas Mutter gegangen wäre, dann wäre er heute noch nicht aus dem Palast draußen!

    🙂

    MFGCS

  4. sayadin Says:

    Ja, wahrscheinlich ist es so, wenn die Mutter die Dominante gewesen wäre, dann hätte Buddha die Welt nicht erlößt.
    Ich weiß nicht, ich würde meine Kinder ja nicht mal mehr erkennen wenn ich sie sehen würde. Und ich vermute, das wir uns auseinander gelebt haben. Ob da noch mal so ein Vertrauensverhältniss wie wir es hatten möglich ist? Wer weiß.

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